Als Fan der Google Nexus Smartphone Reihe, hat mich natürlich auch das Google Nexus 6 sehr interessiert. Auch wenn das große Smartphone von Anfang ziemlich kritisch betrachtet wurde, weil es doch eine enorme Größe aufweist, hat es mich gleich in seinen Bann gezogen. Vor einiger Zeit hatte mich das Samsung Galaxy Note interessiert, das auch eine Displaygröße um die 6 Zoll aufwies. Daher war ich der Größe nicht komplett abgeneigt. Das Google Nexus 6 zählt schon als „Phablet“ also eine Mischung zwischen Smartphone und Tablet. Nach meinen ersten Erfahrungen der letzten Wochen bin ich nach wie vor von dem Google Nexus 6 von Motorola sehr angetan…
Nexus 6 mit 32 GB
Ich hatte das Motorola Nexus 6 mit 32 GB direkt bei Motorola Ende 2014 bestellt und es sogar noch wie durch ein Wunder kurz vor Weihnachten erhalten. Über die Bestellung vom Google Nexus 6 hatte ich schon einmal gepostet. Das Nexus 6 ist nach wie vor nicht ganz so einfach zu bekommen, obwohl es diesmal ja nicht nur über Googles eingene Plattform Google Play, sondern auch über normale Händler zu bestellen ist. Doch seltsamerweise war es seit dem Google Nexus 4 schon immer nicht ganz so einfach das Google Nexus Smartphone zu bekommen. Keine Ahnung warum Google hier immer solche Lieferprobleme hat.
Motorola Nexus 6 bei Amazon
Google Nexus 6 Unpacking
Mein Google Nexus 6 hatte ich direkt bei Motorola bestellt. Es wurde direkt aus China versendet und über einen Abstecher nach Großbritannien, landete es dann bei mir. Das neue Motorola Nexus 6 kam in einem normalen auf die Smartphone-Verpackung abgestimmten Pappkarton. Im Google Nexus 6 Karton lag dann das neue Smartphone, oder Phablet. Eine kleine superkurze Anleitung und das typische Garantieheftchen. Als Zubehör zum Nexus 6 gab es nur eine USB-Kabel und das Motorola Ladegerät mit Schnellladefunktion. Ein SIM-Kartenherausholer war natürlich auch dabei. Einen Kopfhörer gab es nicht dazu.
Erster Eindruck vom Nexus 6
Nach dem Auspacken des Nexus 6 hat mich die Größe erstmal erstaunt, wobei ich damit schon gerechnet hatte. Eine gewisse Vorstellung, dass das Smartphone ein Klopper ist, hatte ich schon. Für meinen Geschmack liegt das Nexus 6 aber wirklich sehr gut in der Hand. Die leicht gewölbte Rückseite ist ergonomisch sehr gelungen. Die Größe vom Nexus 6 ist für mich völlig in Ordnung. Das sich das große Smartphone nicht mehr in die Hosentasche packen lässt kann ich nicht behaupten. Was mich allerdings etwas stört ist, dass die gewölbte Rückseite verhindert, dass das Nexus 6 vernüftig auf einem Tische liegen kann. Das klappt leider nicht. Einzige Möglichkeit: Das Gerät mit dem Display nach unten ablegen. Das Gewicht finde ich passend zum Gerät. Die Verarbeitung wirkt sehr wertig. Die bläuliche Rückseite sieht entgegen meiner ersten Befürchtung nicht nach dem typischen Smartphone-Plastik aus. Ganz im Gegenteil, ich finde das Google Nexus 6 bekommt dadurch einen frischen Look. Ausser der blauen Variante bietet Motorola das Nexus 6 auch in einer weißen Variante an. Hierbei ist die gewölbte Rückseite in weiß gehalten.
Android 5.0 Lollipop auf dem Nexus 6
Nach dem Booten startete das Nexus 6 mit dem neuen Android 5.0 Lollipop. Android 5.0 war für mich nicht neu, da Google es auch schon für die Nexus Vorgänger Modelle Google Nexus 4 und Google Nexus 5 ausgerollt hatte. Sehr gut gefallen hat mir gleich der doch recht riesige Bildschirm vom neuen Nexus. Das Display hat eine extrem hohe Bildschirmauflösung. Das Betriebsystem Lollipop passt wunderbar zum neuen Nexus 6. Das Gerät läuft sehr flüssig und bietet ein angenehmes Anwendungsgefühl.
Technische Daten vom Google Nexus 6
Das Google Nexus 6 hat ansehnliche technische Daten, liegt damit sicherlich im aktuellen Trend und der Leistungfähigkeit der aktuellen Smartphones.
- Betriebssystem Android 5.0 Lollipop
- 2,7 GHz 4 Kern-Prozessor von Qualcomm Snapdragon 805 mit dem Grafikprozessor Adreno 420 (Das ist ja fast mehr als mein normaler Desktoprechner hat)
- Arbeitsspeicher RAM Speicher 3 GB
- Verwendbarer Speicher 32 GB (es gibt das Nexus 6 auch mit 64 GB)
- Abmessungen 159 x 83 x 3,8 bis 10,1 mm (die Dicke des Phablets schwankt, da die Rückseite für die Ergonomie etwas gewölbt ist)
- Gewicht 184 Gramm
- Bildschirm ist hat eine Diagonale von 5,96 Zoll. Es ist ein AMOLED Bildschirm, mit 1440×2560 Pixeln Auflösung, Pixeldicht 493 ppi, Gorilla Glas 3 von Corning
- Akku ist ein 3220 mAh Akku mit Schnellladefunktion und der Möglichkeit mit dem kabellosen Qi System geladen zu werden
- Alle typischen Mobilfunknetze und LTE werden abgedeckt
- WLAN übliche Standards
- Bluetooth 4.1 LE
- NFC ist auch vorhanden
- Hauptkamera hat eine Auflösung von 13 MP mit einem Ringblitz mit zwei Blitz LED, Videomodus bis 2160p
- Rückkamera für Selfies mit dem Nexus 6 hat 2 MP
- SIM Kartenformat Nano-SIM, hier benötigst du meist eine neue SIM Karte. Das Nano SIM Kartenformat ist aktuell noch nicht so verbreitet. Also Achtung, schaue nach was du für eine SIM Karte hast! Normalerweise kannst du diese superkleine SIM Karte bei deinem Mobilfunkanbieter gegen eine kleine Gebühr anfordern.
- Lautsprecher sind sogar in Stereo-Ausführung im Gehäuse des Nexus 6 verbaut. Klanglich können diese sich hören lassen
- Anschlüsse hat das Nexus eine Kopfhöreranschluss 3,5 mm und einen USB-Anschluss im USB-Micro Format
Achtung Nano SIM-Karte beim Nexus 6
Ein bisschen ärgerlich finde ich, dass das Nexus 6 eine Nano SIM-Karte verwendet. Da frage ich mich doch wirklich was das soll. Technisch gesehen würde sicherlich auch eine Micro SIM-Karte in das Gehäuse passen. Sehr klein ist das Google Nexus 6 ja nun grade nicht! Also liebe Hersteller, was soll der Quatsch? Gegen eine Gebühr ist es aber normalerweise möglich seine vorhandene SIM-Karte bei deinem Mobilfunkbetreiber auszutauschen. Das dauert in der Regel nur wenige Werktage. Damit wird aber deine alte SIM-Karte hinfällig. Ich zähle zu den Leutchen die öfter mal im Alltag ihr Smartphone wechseln. Hier brauche ich nun natürlich wenn ich zum Beispiel mein Nexus 5 verwenden möchte für die neue Nano SIM-Karte jetzt nun ein Adapter. So richtig rund finde ich das System also nicht.
Hochauflösendes Display
Das Nexus 6 AMOLED Display hat eine superhohe Auflösung. Die Pixelanzahl ist wirklich enorm. Inwieweit das sinnvoll ist sei erstmal dahingestellt. Die Schärfe vom Display ist sehr gut. Ich bin ebenso mit der Helligkeit zufrieden. Der Automatik Modus für die Helligskeitseinstellung konnte mich allerdings nicht vollends zufriedenstellen. Letztlich habe ich diesen Modus nun deaktiviert. So gefällt es mit besser.
Akku vom Nexus 6
Mit der Akkulaufzeit vom Google Nexus 6 bin ich mehr als zufrieden. Sicherlich hängt das sehr von der Anwendung des Smartphones ab. Ich kann es jetzt vergleichen mit dem Google Nexus 4 und dem Google Nexus 5. Bei beiden Smartphones hatte ich eine durchschnittliche Verwendungszeit um die 26 bis 28 Stunden. Aktuell komme ich mit dem Google Nexus 6 auf eine durchschnittliche Akkulaufzeit um die 35 bis 40 Stunden bei ähnlicher Verwendung. Mir reicht das letztlich aus. Ein großer Sprung ist es natürlich nicht. Das Thema Akku sollten sich die Hardware Hersteller in jedem Fall noch mehr vornehmen. Hier träume ich von Zeiten wie mit den alten Handys, was technisch natürlich nicht vergleichbar ist und daher ein blödsinniger Vergleich ist. Schön ist beim Nexus 6 die Schnellladefunktion.
Schnellladefunktion beim Google Nexus 6
Motorola liefert dem Google Nexus 6 ein Schnellladegerät, das Motorola Turboladegerät mit. Mit dem Schnellladegerät kannst du das Nexus 6 wieder recht schnell fit machen. Gerade die ersten Prozent lassen sich mit einer ziemlich heftigen Geschwindigkeit laden. Nützlich ist das wenn du vor dem verlassen des Hauses plötzlich bemerkst, dass dein Akku recht schlapp ist. hierbei ist die Schnellladefunktion echt sehr sinnvoll. Als Beispiel kannst du den Akku vom Nexus 6 von 10 Prozent auf gute 60 Prozent innerhalb von etwas mehr als 30 Minuten laden. Das sind schon brauchbare Werte um das Nexus 6 schnell mal fit zu machen. Je voller allerdings der Akku ist, umso langsamer wird dann der Ladevorgang.
Kamera vom Nexus 6
Ich stelle an die Kamera eines Smartphones keine sehr großen Anforderungen. Und bislang hatten die Nexus Kameras auch nie einen wirklich guten Ruf. Beim Nexus 6 hat sich das nun doch deutlich gebessert. Hast du ein relativ gutes Licht macht das neue Motorola Nexus 6 wirklich sehr gute Bilder. Auch bei Kunstlicht kann das Phablet gute Bilder schiessen, wenn das Licht vorhanden ist. Schwächer wird die Leistung bei wenig Licht. Hier versucht das Nexus zwar noch einiges durch Berechnung rauszuholen, es fehlt dann aber die Bildschärfe. Für meine Bilder reicht mir die Qualität aber locker aus. Auch die Filme die die Kamera vom Nexus 6 filmt, sind echte Hingucker. Für richtige Topaufnahmen nehme ich allerdings immer noch meine echte Kamera.
Manche Apps werden schlecht dargestellt
Leider sind einige Apps so schlecht programmiert, dass sie auf dem großen und hochauflösenden Display vom Nexus 6 nicht sonderlich gut aussehen. Das liegt aber nicht am Nexus 6 selber, sondern ist eher auf die Schlampigkeit der App-Programierer zurückzuführen. Meistens werden die Apps dann natürlich angepasst und für die hochauflösenden Display tauglich gemacht. Bei einigen Apps wartest du dann aber vergeblich. Das gleiche Problem konnte ich damals aber auch schon bei meinem 7 Zoll Samsung Galaxy Tab Tablett beobachten.
Google Nexus 6, riesig aber nicht zu groß
Das Google Nexus 6 hat mir sofort nach dem Auspacken und starten gefallen. In den Tech-Blogs und Computerzeitungen kam es ja sehr gemischt an. Viele meckern an der Größe des fast 6 Zoll großen Display rum. Andere vermissen Leistung oder das Besondere. Ich kann da nur widersprechen. Natürlich ist das Nexus 6 direkt neben dem Nexus 5 liegend schon ein ganz schöner Brummer. Alleine für sich in der Hand wirkt es auf mich eigentlich nicht wirklich so riesig. Freunde der Ein-Hand-Bedienung werden sicherlich etwas Probleme haben. Mir fällt die Bedienung aber nicht schwer. Vielleicht benötigen manche aber auch einfach mehr eingewöhnungs Zeit. In der leichten Sommerkleidung mag es vielleicht ein wenig auftragen, aber seien wir mal ehrlich auch das Nexus 5 und andere können im Sommer schon zu groß sein. Hier waren die kleinen Handys der echt-Tasten-Generationen sicherlich unschlagbar. Das waren aber eben auch keine Computer sondern nur Telefone.
Riesendisplay mit hoher Auflösung
Das große Display macht mir sehr viel Spaß, sowohl beim Karten lesen als auch im Alltag. Auch sonst kann ich an der Größe nichts störenswertes finden. Ein bisschen rutschig kann die Rückseite im Outdoor-Einsatz sein. Hier hatte ich es schon erlebt, das speziell mit kalten Händen das Phablet ins Rutschen kommen kann. Handlich find ich es trotzdem.
Nicht billig, aber viel Leistung
Meiner Meinung nach also ein wieder rundum gelungenes neue Nexus Modell aus Googles Nexus Reihe. Der Preis ist mit guten 600 Euro diesmal etwas heftig, dafür ist Leistung aber auch sehr ordentlich. Ein bisschen hoffe ich allerdings, dass das nächste Nexus dann nicht plötzlich 7 Zoll hat. Das wäre mir dann für ein Alltags-Smartphone zu groß. Ich kann das sehr gut mit dem Samsung Galaxy Tab vergleichen, welches ich auch zum Alltagsbegleiter nehmen wollte. Aufgrund der Größe war es aber ein Couch Gerät.
Nexus 6, ich finds gelungen
Die Kombination zwischen Hardware und Software ist wieder gut gelungen. Das Google Nexus 6 von Motorola ist ein guter Begleiter für den Alltag. Für Fans von Google Android System vor allem in der unverfälschten Version, also ohne Herstellerballast, kann ich das Nexus uneingeschränkt empfehlen.
Motorola Nexus 6 bei Amazon