ARMA 3

arma-3-fahrer ARMA 3, der Nachfolger des schon fast legendären Taktikshooter ARMA 2, ist auf meiner Platte gelandet. Die ARMA Reihe, angefangen mit dem schon regelrechten Klassiker des Genres, Operation Flashpoint steht für eine Reihe von Militär Simulationen mit dem Spielerlebnis aus der Ich Perspektive. Es sind alles Taktik Spiele die den Schwerpunkt auf Realitätsnähe haben. Also keine Ego-Shooter die nur auf hirnloses rumgeballere ausgelegt sind. Durch solch ein planloses Vorgehen kommst du als Spieler bei der ARMA Serie nicht wirklich weiter. Es sind Aktion Spiele die aber ein taktisch-kluges Vorgehen vom Spieler erwarten.ARMA 3 ist im September 2013 erschienen, ich habe eine ganze Weile gewartet bevor ich es mir geleistet habe und auf meinen Rechner installiert habe. Ich wollte ARMA 3 reifen lassen 🙂 Der Vorgänger ARMA 2 wurde recht lieblos und unfertig auf den Markt geworfen. Die „Beta-Test Phase“ wollte ich mir ersparen. ARMA 3 war recht schnell gut und gereift, nun ist es an der Zeit etwas über den Militär Taktik Shooter ARMA 3 zu schreiben.

ARMA 3 TaktikDie Grafik von ARMA 3 ist nochmal um einige Stufen überzeugender, gegenüber dem Vorgänger ARMA 2, aufgemotzt worden. Die Effekte wirken schon extrem genial. Es gibt viele Lichteffekte, die das Bild nahezu realistisch, fernseh-ähnlich erscheinen lassen. Der Sound ist ebenfalls erste Sahne. Die Waffensound und Fahrzeuggeräusche klingen überzeugend. Auch Geschehnisse in der Entfernung kommen extrem realistisch rüber. Das ist speziell beim Straßenkampf zwischen Häusern spannend.

Die Steuerung der Spiefigur und der Fahrzeuge hat sich nicht grundlegend verändert. ARMA 3 kann hier den Neueinsteiger in die Simulation schon etwas erschlagen mit Vielzahl der belegten Tasten. Nach einer Weile und dem gewissen Training ist die Steuerung recht eingägig. Kennst du schon ARMA 2 oder das alte Operation Flashpoint solltest du dich sehr schnell zurecht finden und mit der Steuerung klar kommen.

Die Spiele der ARMA Serie spiele ich sehr gerne mit meiner Logitech G13 AdvanceGaming Tastatur. Mit der richtigen Tastenbelegung ist ARMA noch genialer zu spielen. Hier ist die Programmierung der Tasten auf deinen persönlichen Bedarf möglich.

ARMA 3, ARMA 2 und auch Operation Flashpoint sind keine Ego-Shooter im klassischen Sinn. Die Serie versteht sich eher als eine taktische Infantrie Simulation. Während man bei anderen ähnlichen Spielen ein schier endloses Waffenarsenal bei sich führt, ist es bei ARMA so, dass die Tragkraft begrenzt ist. Genauso verhält es sich wenn die Spielfigur beschossen und getroffen wird. In ARMA kann durchaus ein Treffer wirklich das Ende des Spiel bedeuten, anders als bei anderen Ego-Shootern, wo du als Spieler einen „ewig“ langen Lebensbalken hast.

Durch diesen Realismus ist es notwendig das eigene Vorgehen in ARMA besser zu planen. Also Deckung suchen und nicht einfach vorstürmen. Gezieltes ausnutzen des Geländes. ARMA 3 ist hier noch besser geworden. Die virtuellen Kameraden mit denen du in die Schlacht ziehst sind ebenfalls schlauer und besser geworden. Das Verhalten der computergesteuerten Mitstreiter ist wesentlich besser geworden.

ARMA 3 ist mehr ein Sandkasten für Missionen. Die Macher von ARMA 3 sind etwas geiziger geworden, was den Umfang des Spiels ausmacht. Es gibt nur noch eine kurze Kampagne die auch noch nicht komplett abgeschlossen ist. Die Entwickler wollen hier immer weiter nachliefern. Es gibt nur noch ganz wenige Einzelmission die bei ARMA 3 mit dabei sind. Die Macher von ARMA 3 hoffen auf Missions und Kampagnen von der Community. Es gibt hierfür bei ARMA3 einen Editor mit denen man sich Missionen und Kampagnen basteln kann.

Leider fehlen hier auch einige Zufallsgenerierte Einzelmission wie bei ARMA 2. Auch eine Art Feldzugsmodus wie beim Vorgänger sucht man bei ARMA 3 vergebens. Hier habe ich allerdings Hoffnung: Bislang war es so, dass die Entwickler und auch die Fangemeinde kräftig Mods und Missionen nachliefern. ARMA 3 ist mehr ein Projekt was sich noch entwicklen wird und immer umfangreicher werden kann.

ARMA 3 JeepMerkwürdig ist, dass es bei ARMA 3 nur Waffensysteme gibt, die es noch nicht gibt. Hatten die Vorgänger die Standard-Waffen von NATO und Warschauer Pakt in ihrem Arsenal, sucht man bekannte Waffensystem bei ARMA 3 leider vergebens. Hier gibt es mehr oder weniger fiktive Waffen, die so oder ähnlich in einiegen Jahren auf dem Markt exzisteieren könte. Keine Laserpistolen von Raumschiff Enterprise, aber eben dennoch Waffensysteme die es so noch nicht gibt. Weder Handfeuerwaffen, als auch Panzer und Fahrzeuge und auch Hubschrauber aus der realen Welt.

Interessant ist, dass der Soldat nun auch Mission mit ferngesteuerten Drohnen absolvieren kann. Gebeite aufklären aber auch angreifen ist mit den ferngestuerten Waffen möglich. Hier ist das Konzept Infanterist der Zukunft angedeutet und du als Spieler kannst das Erlebnis auf dem virtuellen Schlachtfeld testen.

Neu in ARMA 3 ist auch der Einsatz von Tauchern und U-Booten. Du kannst deine Spielfigur tauchen lassen und dich an Stützpunkte auf diese Weise näher. Aber auch das boykotieren von Schiffen und Bojen auf dem offenen Meer ist mit dem Taucher möglich.

Der Multiplayer Modus ist natürlich das Herz von ARMA 3. Mit ein paar Freunden im Netz macht ARMA nochmal soviel Spass. Leider fehlen hier auch einige Missionen die es beim Vorgänger gab. So gibt es nicht mehr das typische „Capture the Island“. Hierbei baust du Stützpunkte, sammelst Punkte um noch mehr zu produzieren um dann die gesamte Landschaft einzunehmen. Zum Glück gibt es hier Erweiterungen von der Comunity die solch Spielvarianten nachrpüsten. Hier wird fleissig entwickelt und so sollte es für alle Ideen Mission und Varianten geben.

ARMA 3 ist eine gelungene Weiterentwicklung von den Vorgängern. Du solltest auf diese Art Spiel stehen bevor du es kaufst. Magst du die besonders intensive Herausforderung bei einem Ego-Shooter, so ist ARMA 3 sicher das aktuell Beste was es gibt. Es ist kein Ego-Shooter, es ist ein gelungener Infantrie-Simulator. Nach ein wenig Übung macht ARMA 3 viel Freude und es ist ebenso interesssant sich mit dem Missioneditor auseinanderzusetzen und eigene Missionen zu planen und an Freunde weiterzureichen.

ARMA 3 ist ein Empfehlung für alle Militär und Taktikshooter-Fans. Es ist kein normales Spiel, sondern es erwartet etwas Geduld und Training, dann ist es aber geradezu genial. Im Multiplayer-Modus entfacht das Spiel dann sein echtes Potenzial. Ich bin begeistert, hoffe allerdings auf ein Waffensystem Update welches die System der 80er und 1990er Jahre nachlegt.

ARMA 3