Android L: Material Design

Android Material DesignBei der Entwicklerkonferenz Google I/O hat Google in besonderem Maße das neue Design von Android L vorgestellt. Die neue Benutzeroberfläche wurde von Google Material Design getauft. Unter dem Namen Material Design soll nun ein, auf allen Oberflächen die mit dem neuen Android System laufen, ein einheitlicher Look der Bedienoberfläche geschaffen werden. Egal ob bei dem Android L für Smartphones und Tablets, dem Design von der Oberfläche des neuen Android Wear, also für die neuen Smartwatches soll immer das Design verwendet werden. Auch bei den neuen Produktreihen Android TV, Android Fit und Android Auto soll das neue Material Design weitgehend umgesetzt werden. In Zukunft will Google dann, auch mit Hilfe des neuen Material Designs noch mehr Anwender erreichen. Nicht nur auf dem Smartphonesektor, sondern auch als smarte Uhr, als TV und im Auto.

Der Name Material Design für die neuen Android Oberfläche stammt von der Idee die Oberfläche wie echtes Material aussehen zu lassen. Das Design soll wie echtes Papier aussehen. Papier kann angehoben werden, sich mit anderen Papierstücken überlappen. Das wird mit dem Material Design, durch optische Tricks wie Schatten und Zoomeffekte,  nachempfunden.

Knallige, bunte Farben erinnern an die kleinen Klebe-Notizzettel, die auf Papier geklebt sind und damit eine zweite Ebene bilden. Google hat mit dem neuen Material Design-Schema das Ziel dem Android System ein universelles Aussehen und ein vernünftiges Interface für eine große breite an Hardware zu bieten. Die Bedienung der neuen Material Design Oberfläche soll Rückmeldungen bieten und für ein besseres Look&Feel sorgen. Die Philosophie vom neuen Android Material Design für jede Aktion ein Feedback zu geben. Ein Druck auf ein Bildschirmelement, wird mit Wellenbewegungen (ripple) dargestellt. Das Material Desing von Android zielt darauf ab eine intuitivere Bedinung zu ermöglichen und das bei den verschiedensten Bildschirmgrößen und Bildschirmformen.

Die neuen Smartwatches aus der Android Wear Reihe, haben teilweise auch runde Displays, wie zum Beispiel das neue Motorola Moto 360. Hierfür muss das neue Android Material Design auch im Speziellen passen, damit die runden Bildschirme auch sinnvoll aufgeteilt und vom Design schlau ausgenutzt werden. Ich bin gespannt wie gut es den Android Designern gelingt dieses Design auf die neuen Geräte zu bringen.

Eine andere Frage ist aber auch, ob die App-Entwickler sich an diese neuen Designvorgaben halten, und sich an der vorgeschlagenen Optik orientieren. Hierdran scheiterten ja oft die Android Entwickler beim Versuch das Design von Android zu verbessern.

Wie der Name des Android Design Material Design schon andeutet soll das Design Strukturen auf den Bildschirm zaubern, die der Anwender berühren und bewegen möchte. Deswegen hat das Design auch verstärkt Schatteneffekte im Einsatz um die räumliche Tiefe der Oberfläche anzudeuten.

Das Material Design orientiert sich am modernen Printdesign von Magazinen. Es soll wichtige Dinge die für den Anwender wichtig sind besonders hervorheben. Dinge die wichtig sind liegen also weiter oben, unwichtige Dinge weiter hinten, also weiter unter. Der Schatten und der dreidimensionale Effekt verstärken den Eindruck.

Material Design Bewegungen und Animationen

Bewegungen kommen beim neuen Material Design nochmal eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Bewegungen in der Bedienoberfläche vom Material Design sollen nicht einfach nur hübsch und schick aussehen. Die Bewegungen, wie zum Beipsiel ein Bildschirm oder eine Infokarte wegfliegt, sollen dem Bediener auch Hinweise geben in welcher Beziehung die Elemente zueinanderstehen. Eine Infokarte die sich nach links oben verkleinert, kann dann auch von dort wieder vergrößert und aktivert werden.

Material Design Farbkonzepte

Die Farben vom Material Design sind nach Farbpaletten aufgebaut. Es gibt immer mehrere farbliche Abstufungen, von Farben die in Beziehung zueinander stehen. Das Konzept basiert auf einem Graustufenmodell. Alle Graustufen können mit der Farbe, die zum Beispiel die App symbolisiert, eingefärbt werden. Die Android App Entwickler können ein Farbschema verwenden das vom Material Design vorgeschlagen wird. Mit diesem Farbschema haben die Apps einen höheren Wiedererkennungswert. Aufgrund der Paletten, sehen aber die einzelnen Apps trotzdem nach Material Design aus. Das soll die Android Optik insgesamt verbessern und das kunter-bunte Durcheinander auf dem Android Smartphone verhindern. Das klappt natürlich nur wenn die App-Entwickler auch mitspielen.

Hilfestellungen für die Android App-Entwickler

Das Android Material Design bietet den App-Entwicklern auch sehr viele Möglichkeiten in ihren Apps das Erscheinungsbild von Listen zu verbessern. Auch hier spielt das Kartendesign mit 3D Effekt und Schatten eine große Rolle. Ebenfalls können mit diesen Funktion Medienplayer aufgehübscht werden. Solch Abspielelemente für Audio und Film könnem mit dem Android Material Design übersichtlicher und schöner gestaltet werden.

Material Design bietet auch Höhenpositionierungen im Design

Das gute am Material Design ist, dass die App-Entwickler eine Menge Handwerkszeug bekommen, zum Beispiel um die Schattenberechnung automatisiert von Android berechnen zu lassen. Infokarten und Ausgabemeldungen können vom App-Entwickler nicht nur in zwei Achsen positionert werden. Es lässt sich auch die Höhe einrichten. Mit dieser Höhenangabe berechnet Android den Schatten und die optischen Effekte.

Farbige Statuszeile beim Android Bildschirm

Für App-Entwickler ist auch interessant, dass sich ihr Farbkonzept sogar in der oberen Statuszeile von Android niederschlägt. Dadurch lassen sich Apps optisch noch interessanter und besser in den Farben der Entwickler ausstattten. Das ist eine ganz neue Funktion, die Statuszeile können früher nicht gefärbt werden.

Material Design auch für Google Suche und Google Plus

Das Material Design von Android soll sogar auf anderen Google Produkten wie Webseiten Einzug erhalten. So kannst du davon ausgehen, dass es bald die Google Suche Seiten mit diesem neuen Material Design geben wird. Auch Googles soziales Netzwerk Google Plus wird sicherlich bald folgen und ebenfalls im neuen Look&Feel vom Android Material Design daher kommen.

Google Chrome mit Material Design

Auch für das Google Chrome Betriebssystem soll natürlich das neue Material Design verwendet werden. Auch hier werden wir die neue Oberfläche mit dem papierähnlichen Look bald sehen können. Kosequent ist das ja und es wurde auch Zeit die Optik von Google Produkten etwas zu modernisieren und zu vereinheitlichen.